Zum Inhalt springen
Marktbericht Q1 2026 ·

Immobilienmarktbericht
Niederrhein Q1 2026

Preise, Zinsen und Marktbewegungen für Grefrath, Kempen, Viersen und den Niederrhein — sachlich eingeordnet. Datenbasis: Angebotspreise und Transaktionsdaten Januar bis März 2026.

3.030 € Ø EFH €/m²
2.620 € Ø ETW €/m²
3,6–4,9 % Brutto-Rendite
+0,9 % Preistrend 12M
3,3–3,6 % Bauzins 10J

Der Immobilienmarkt am Niederrhein zeigte im ersten Quartal 2026 eine stabile bis leicht positive Entwicklung. Weder Überhitzung noch Einbruch — die Region bewegt sich im moderaten Aufwärtstrend, getragen von anhaltender Nachfrage im Familienhaus-Segment und sinkenden Zinsen seit Mitte 2024.

Die Zinsstabilisierung ab Herbst 2024 hat die Kaufzurückhaltung der Jahre 2022/23 weitgehend aufgelöst. Finanzierungen bis 400.000 € kommen bei solider Bonität wieder zügig zustande. Die Leerstandsquote von 1,7 % signalisiert weiterhin einen angespannten Mietmarkt, was Kapitalanlagen stützt.

Mein Fazit: Wer verkaufen möchte, findet im Frühjahr 2026 aufmerksame Käufer. Wer kauft, sollte realistisch kalkulieren — die Preise sind nicht mehr auf Tiefstand, aber die Alternativen zu Betongold am Niederrhein sind begrenzt.

— Eduard Gall, Immobilienmakler · Gallium Estate UG

Preisklima Stabil/leicht positiv
Nachfrage EFH Stark
Nachfrage ETW Moderat
Zinsklima Stabilisiert
Leerstand Niedrig (1,7 %)
Liquidität Hoch (Eigennutzer)
Mein Objekt bewerten →
Ø Angebotspreise in €/m² — Niederrhein Q1 2026
Objekttyp Ø €/m² Typische Spanne 12M Trend Segment
Einfamilienhaus (frei) 3.030 € 2.600–3.800 € +1,1 % Eigennutzer / Altersvorsorge
Eigentumswohnung 2.620 € 2.100–3.400 € +0,7 % Eigennutzer / Kapitalanlage
Mehrfamilienhaus 2.350 € 1.900–2.900 € +0,8 % Investor / Kapitalanlage
Bauland (erschlossen) 190 € 140–280 € +0,5 % Eigennutzer / Projektentwicklung
Gewerbe (Büro/Handel) 1.680 € 1.200–2.400 € ±0,0 % Investor / Gewerbebetrieb
Richtwerte. Eigene Analyse, Gutachterausschuss NRW, Angebotsportale. Keine Gewähr.

Mietpreisentwicklung — Kaltmiete €/m²

Bestandswohnungen, Angebotsmieten. Niederrhein Q1 2026.

Willich
10,80 €
Kempen
10,40 €
Tönisvorst
10,10 €
Krefeld
9,90 €
Viersen
9,60 €
Grefrath
9,30 €
Nettetal
9,10 €
Willich
470.000–620.000 €

Höchstes Preisniveau der Region, stabile Nachfrage, bevorzugte Wohnlagen.

Kempen
450.000–590.000 €

Historischer Stadtkern, gute Infrastruktur, leicht rückläufige Dynamik.

Tönisvorst
430.000–560.000 €

Solide Familienlage mit Wachstumspotenzial.

Krefeld
410.000–540.000 €

Größter Markt, heterogenes Preisbild je nach Stadtteil.

Viersen
360.000–500.000 €

Preislich attraktiv, gute Anbindung nach Krefeld und Düsseldorf.

Grefrath Standort
340.000–470.000 €

Mein Heimatmarkt. Ruhige Lage, stabile Nachfrage, kein Überhitzungssignal.

Nettetal
330.000–460.000 €

Grenznähe NL, günstige Einstiegspreise, weniger Transaktionsvolumen.

Richtwerte frei stehende EFH. Lage, Baujahr und Zustand können erheblich abweichen. Basis: eigene Auswertung, Angebotsportale, Gutachterausschuss-Berichte NRW.

Nach dem historischen Zinsanstieg 2022/23 haben sich die Bauzinsen seit Mitte 2024 auf einem Niveau von ca. 3,3–3,6 % (10-jährige Zinsbindung) eingependelt. Die EZB hält den Einlagenzins seit April 2026 bei 2,00 % — ohne klares Signal für weitere Senkungen.

Für Käufer bedeutet das: Die Finanzierungskosten sind kalkulierbar geworden. Ein 300.000 €-Darlehen mit 10 Jahren Zinsbindung und 2 % Tilgung kostet monatlich ca. 1.325–1.400 € — deutlich weniger als der Hochpunkt von über 4 % im Herbst 2022.

Meine Einschätzung: Ein Zinsrückgang unter 3 % ist 2026 wenig wahrscheinlich. Wer handlungsfähig ist, sollte nicht auf deutlich günstigere Konditionen spekulieren.

10J-Baugeld (Eff.) 3,3–3,6 %
5J-Zinsbindung 3,0–3,3 %
EZB-Leitzins 2,00 %
Bundesbank-Trend Seitwärts
Keine Anlageberatung. Quelle: Bundesbank, EZB.
Finanzierungsrechner →
10J-Baugeld · Jan–März 2026 (eff. p.a.)
3,52 %
Jan
3,48 %
Feb
3,41 %
Mär

Quelle: Bundesbank-Zeitreihen, eigene Aufbereitung. Keine Gewähr.

Mehrfamilienhäuser am Niederrhein erzielen in Q1 2026 Brutto-Renditen von 3,6–4,9 %. Netto nach Instandhaltungsrücklage (ca. 10–12 €/m²/Jahr), Hausverwaltung und Leerstandsrisiko verbleiben realistisch 2,5–3,8 %.

Bei aktuellen Finanzierungskosten von ca. 3,4 % bedeutet das: Objekte mit Brutto-Renditen unter 4 % rechnen sich nur mit erheblichem Eigenkapital oder einem klaren Wertsteigerungsszenario. Objekte mit Sanierungsstau sind vereinzelt mit 10–15 % Preisabschlag erhältlich — aber der Aufwand muss sauber durchgerechnet werden.

Der DSCR (Debt Service Coverage Ratio) sollte bei Banken mindestens 1,20 liegen, um solide Finanzierungskonditionen zu erhalten.

Brutto-Rendite 3,6–4,9 %
Netto-Rendite 2,5–3,8 %
Leerstandsquote 1,7 %
IH-Rücklage ~10 €/m²/J
DSCR Zielwert Bank > 1,20
Finanzierungskosten ~3,4 %
Rendite berechnen →
EFH-Preise Stabil bis +1 %

Solide Nachfrage trifft begrenztes Angebot. Kein Preiseinbruch erwartet, aber auch keine Sprünge.

ETW-Preise Leicht positiv

Besonders in Kempen und Willich; in Grefrath bleibt das Angebot überschaubar.

Bauzinsen Seitwärts ~3,3 %

Weitere EZB-Senkungen unklar. Prognosen zwischen 3,0–3,8 % für Q2/Q3 2026.

Kapitalanlage Selektiv attraktiv

Gut erhaltene MFH mit sauberem Mietspiegel und Rendite > 4,5 % bleiben gesuchte Objekte.

Hinweis: Diese Einschätzung basiert auf eigener Marktbeobachtung und öffentlich verfügbaren Daten. Sie ersetzt keine individuelle Beratung und stellt keine Anlage- oder Kaufempfehlung dar. Ich hafte nicht für Entscheidungen, die auf diesen Informationen beruhen.

Was ist Ihre Immobilie am Niederrhein wert?

Individuelle Wertermittlung auf Basis aktueller Q1-2026-Marktdaten. Kostenlos und unverbindlich.

Weitere Marktanalysen

Aktuelle Daten, Zinsen und regionale Vergleiche

WhatsApp Anrufen